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Geschrieben von Maynara am 17.03.2020 um 15:57:

  Oma stellt sich quer

Ich weiß, es kommt euch allen sicher schon zu den Ohren raus.. Aber durch die Pandemie wurde es ja bekanntlich streng reguliert, wann man seine Verwandten im Pflegeheim besuchen darf.

Das nimmt meine Oma als Vorwand, wir waren nämlich Ende des Jahres mitten in einer Diskussion, wann sie denn nun in ein Pflegeheim umzieht. Nun kommt sie mit Sprüchen wie "Ja da habt ihrs, nun würde ich da verrotten und niemand könnte mich besuchen!"

Ich weiß, sie war ein lebenlang für mich und meinen Vater da... Aber hat sie nun das Recht, so "egoistisch" zu sein? Immerhin müssen wir uns ja nun jeden Tag kümmern, dass sie klar kommt zu Hause!



Geschrieben von Scampi am 18.03.2020 um 12:47:

 

Die Entscheidung, ob jemand in ein Pflegeheim gehen sollte, muss unabhängig von Corona getroffen werden. Natürlich ist es aktuell so, dass man dort nicht zu Besuch kommen sollte aber es kann auch nicht sein, dass man sein komplettes Leben aufgeben muss, um die Oma oder den Opa daheim zu pflegen. Da muss man sich unbedingt mit der Krankenkasse in Verbindung setzen. Da wird dann eine Pflegestufe ermittelt und entsprechend hat man dann auch das Recht auf eine Betreuung. Sowas kann natürlich auch im häuslichen Bereich stattfinden. Teilweise werden ja auch Pflegekräfte aus Osteuropa hier her vermittelt weil nicht genug Personal vorhanden ist.



Geschrieben von Starstruck am 30.04.2020 um 11:17:

 

Scampis Meinung kann ich da nur unterstreichen. Mein Opa neigt selbst dazu, uns öfter mal vor augen zu halten was er schon alles für uns getan hat. das gibt aber kein recht, sein leben hinter ihres/seines zu stellen.

ich bin sicher, mit ein paar offenen gesprächen wo jeder ein stück auf den anderen zu geht, findet man eine Lösung die alle zufriedenstellt!



Geschrieben von Pit am 18.05.2020 um 09:45:

 

Ich schließe mich meine Vorschreibern an.

Macht einen Termin bei der KK aus.
So eine ausländische Betreuungskraft ist auf jeden Fall eine Alternative zu Pflegeeinrichtungen und bringt viele Vorteile.

Hoffe ihr findet bald eine Lösung, mit welcher alle zufrieden sind.



Geschrieben von krull am 17.09.2020 um 19:36:

 

die ältere Generation, ob Eltern, Großeltern oder eine Verwandtschaft, kommt immer mit dem Argument die Nachkommen sollen sich jetzt um einen kümmern.
Das ist ein schlechtes Gewissen einreden! Natürlich waren Sie da wie wir Babys, Kinder, Jugendliche waren und sogar als Erwachsene haben Sie uns unterstützt doch das ist kein Argument das man jetzt sein Leben der Pflege unterordnen soll. Hilfe von "Auswärts" ist nichts übles. Eine Pflege in einem betreuten Heim ist auch nicht abwegig. Es gibt keine Sippenhaftung.
Das die Besuche jetzt eingeschränkt sind ist leider der Pandemie zuzuschreiben.
Es gibt genügend Auskunft in den jeweiligen Sozialämter wie man zu einer Lösung kommen kann.



Geschrieben von Rosenholz am 10.01.2021 um 16:52:

 

Also wenn die Beziehungen ein Leben lang liebevoll waren, dann wird es auch kein Problem sein, dass mn gemeinsame Lösungen findet, aber
der Egoismus aller Generationen rächt sich irgendwie und irgendwann.

Mt 7,12 Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch!

Schönes Prinzip. Wenn das nicht mehr fuktioniert , dann erkaltet das Mitgefühl, finde ich.

Für meine Großeltern hätte ich alles getan und hab ich auch, so gut es möglich war.


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